Dank ihrer günstigen Lage als Tor zu der Langhe- und Roero-Region hat sich Alba als deren wichtigstes Wirtschafts- und Kulturzentrum etabliert. Der Einfallsreichtum und Unternehmungsgeist der Einwohner haben dazu beigetragen, daß die Stadt seit dem Mittelalter diese Stellung beibehalten hat. Gleichzeitig sind die Zeugnisse dieser langen
Geschichte in fast unverändertem Zustand erhalten geblieben: von den roten Türmen, die vom mittelalterlichen
Stolz auf bürgerliche Freiheiten sprechen, über die barocken Kirchen bis zu den klassizistischen Bauten des 19. Jahrhunderts, Alba ist um ihren Kern gewachsen ohne dabei die Spuren ihrer Vergangenheit zu zerstören.
Der Herbst ist unweigerlich Albas beste Zeit. Die Stadt kleidet sich in die Farben des Palio und der reifenden Trauben, unter den Eichen und Lindenbäumen wird dem Duft der weissen Trüffeln nachgespürt, in den Kellereien beginnt der Traubensaft zu gären und wird langsam zu Wein.
Es ist Festzeit: die nazionale Trüffelschau lockt sowohl Einheimische als auch Touristen aus der ganzen Welt in die Stadt und wird zu einem großen vielfarbigen Schaufenster, in dem sich die Langhe stolz darstellen.
Einen kleinen Vorgeschmack dieser festlichen Stimmung bekommt man in Alba jeden Samstag zu spüren; dann ist nämlich Markttag. Zum ersten Mal ist er in einer Urkunde von 1171 erwähnt worden und bleibt ein beliebter Treffpunkt fuer alle Albabewohner. Man schlendert durch den Markt, trifft Bekannte und Fremde und lässt sich von den Auslagen locken.
Trotz allen Respekts für die Vergangenheit ist Alba auch eine moderne Stadt, Sitz von weltumspannenden Firmen (wer kennt nicht Nutella oder Ferrero Rocher?) und ein aktiver Teilnehmer am internationalen kulturellen Austausch.