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PIEMONTEHOUSES
GABETTILANGHE - Die LANGHE


Die LANGHE

In der Vielfalt der Landschaften des Piemont, einer der größten und wechselreichsten italienischen Regionen, bilden die Langhe eine kleine Welt für sich. Im Süden und Südosten lehnen die Langa-Hügel an den ligurischen Apennin, im Westen und Norden laufen sie in die Tanaro-Ebene aus, im Osten gehen sie in die Hügel des Monferrato von Asti über. Über Jahrhunderte hinweg haben die Langhe ihre Einzigartigkeit, die in der einmaligen Kulturlandschaft wurzelt, bewahrt und durch die Werke ihrer Künstler und Baumeister, die Erzeugnisse der Winzer und Landwirte, die Produkte ihrer Handwerker und Köche immer wieder vorgeführt. Nicht zufällig steht ihr Name heute in gleichem Maße für die Landschaft von Hügeln und Weinbergen, Burgen und panoramischen Dörfern, wie für die auserlesenen Produkte wie Barolo- und Barbaresco-Weine, Alba-Trüffel und piemontesiche Haselnüsse und deren vielfältige süsse Verwandlungen. Gleichzeitig ist es den Langhe gelungen, die Ruhe und Beschaulichkeit einer landwirtschaftlich geprägten Region zu bewahren, wo die Tagesabläufe immer noch vom Läuten der Kirchenglocken bestimmt werden.
Das Feinschmecker-Image der Region ist keine Marketing-Strategie der Fremdenverkehrsämter, sondern erwächst aus einer langen Tradition des Respekts und der Liebe für gesunde Ernährung und für ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur. Für viele Langhe-Bewohner sind dies natürliche, “eingeborene” Lebenseinstellungen. Für viele Fremde, die hier ein neues oder ein zweites Zuhause suchen, werden sie schnell zu einer zweiten Natur.

Die Langhe der Barolo und Dolcetto Weine
Auf dem Hauptplatz von La Morra, der zugleich einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Langhe ist, steht das Denkmal des Winzers, der zentralen Gestalt dieses Landes wo aus PIEMONTE- LANGA DEL BAROLO E DEL DOLCETTONebbiolo-Trauben einer der nobelsten und zugleich bekanntesten italienischen Weine hergestellt wird: der Barolo. So sind auch Weinstöcke in den Langhe fast überall zu sehen, zwischen Grinzane und Monforte, Serralunga und Barolo, von Castiglione Falletto bis nach Verduno und von Novello bis eben La Morra. Die Landschaft ist vom Weinbau geprägt und dergleichen die Zeitabläufe, die sich dem Zyklus der Weinlesen anpassen. Im Weinanbau spiegelt sich die Kontinuität der bäuerlichen Traditionen wieder, deren Ursprünge man in den Weinkellereien von Barolo, Grinzane und La Morra oder in den Handwerksläden im Grinzano-Schloß bewundern kann. Und während man den Namen der kleinen Stadt Barolo dank dem gleichnamigen Wein weltweit kennt, wird der Ruhm anderer kleiner Orte von ihren eigenen Weinen verbreitet: Dogliani steht oft für seinen Dolcetto, und auch beim Erwähnen des Namens Alba wird nicht selten an Dolcetto oder Barbera gedacht.

Die Langa des Barbaresco
Auch Barbaresco gehört zu jenen Orten, die einem edlen Wein ihren Namen gegeben haben. Wir befinden uns hier in der nord-östichen Ecke der Langhe, wo sich die Hügel sanft aus dem breiten Tanaro-Tal zu erheben beginnen als Vorboten der weiter südlich steiler und höher steigenden Gipfel. Die Südhänge sind den Weinstöcken vorbehalten, während man in den auf Hügelgipfeln nestenden Dörfern den Wein in den Kellereien in Eichenfässern aufbewahrt und sich auf den Nordhängen auf die Suche nach der raren Albatrüffel begibt. Neben Barbaresco beherrschen die Orte Neive und Treiso die umliegenden Täler und bezaubern die Besucher mit Beispielen romanischer und barocker Architektur. Der Weg führt weiter nach Osten in die Hügel des Moscato.
PIEMONTE - LANGA DEL MOSCATO

Die Langa des Moscato
Die Langa des Moscato erstreckt sich zwischen Santo Stefano Belbo, Cossano, Neviglie und Mango und wurde, außer durch ihren sprudelnden Wein, durch den Schriftsteller Cesare Pavese bekannt gemacht. 1908 in Santo Stefano Belbo geboren hat Pavese sein ganzes Leben lang die Landschaft seiner Langhe und das Leben der Bewohner besungen.

Langa der Haselnüsse
Am Zusammenfluß des Uzzone und des Bormida gelegen, ist Cortemilia die unbestreitbare Hauptstadt der piemontesischen Haselnuss, der sie zur Erntezeit am Ende August ein eigenes Fest widmet, während dessen sich die Gassen der Altstadt mit dem Duft frisch gebackener Haselnusstorten füllen. Fährt man von Cortemilia weiter nach Süden entlang des Uzzone-Flusses, erreicht man die charakteristischen Dörfer Pezzolo, Castelletto und Gorrino, mit ihren aus Stein gebauten Häusern und Kirchen. Entlang des Bormida führt uns der Weg nach Gorzegno und  Prunetto, wo die Landschaft mit ihren Weiden, Wäldern und hochragenden Hügeln immer mehr ans nahe apenninische Gebirge denken läßt und wo man völlig ungestört der Stille lauschen kann.

Die Hohe Langa
Weiden, Wälder und Haselnusshaine bestimmen die Landschaft der Alta Langa zwischen Serravalle, Bossolasco, Murazzano und Sale Langhe. Kurze Abstecher von der PIEMONTE - ALTA LANGAHauptstrasse führen in die Orte Lequio Berria, Cerretto Langhe, Cravanzana, Feisoglio, Niella Belbo, San Benedetto Belbo, wo es sich lohnt, nach der kleinen noch unbekannten Trattoria Ausschau zu halten, um dort von den typischen lokalen Erzeugnissen zu kosten. Dies ist die Langa eines anderen zeitgenössischen italienischen Schriftstellers, Beppe Fenoglio, der sowohl die Schönheit als auch die Kargheit dieser Landschaft beschrieb. 43 Gemeinden haben sich hier zu einer Gemeinschaft der Gebirgs-Langa zusammengeschlossen und setzen sich für die Verbreitung eines sozial- und ökologisch verantwortlichen Tourismus ein.

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